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Beschaffung · · 8 Min. Lesezeit

5 Hebel für einen effizienteren Energieeinkauf

Nicht jeder Hebel im Energieeinkauf liegt beim Preis. Häufig entstehen die größeren Effekte durch bessere Vorbereitung, saubere Daten und klare Zuständigkeiten.

Solarpark und Windräder im Morgenlicht

Hebel 1 und 2: Datenqualität und Mengengerüst

Ein Angebot kann nur so gut sein wie die Mengenangabe, auf der es beruht. Ungenaue Prognosen führen zu Mehr- oder Mindermengenaufschlägen, die den vermeintlich guten Preis wieder aufzehren.

Der erste Schritt ist deshalb selten die Marktansprache, sondern die Konsolidierung der eigenen Verbrauchsdaten.

Hebel 3 und 4: Fristen und Ausschreibungsqualität

Automatische Vertragsverlängerungen sind einer der häufigsten und zugleich vermeidbarsten Kostentreiber. Eine zentrale Fristenübersicht verhindert, dass eine Entscheidung durch Zeitablauf getroffen wird.

Ebenso wirksam ist eine standardisierte Ausschreibungsunterlage: Erst wenn alle Anbieter dieselbe Frage beantworten, sind die Antworten vergleichbar.

  • Alle Lieferstellen mit Laufzeit und Kündigungstermin erfassen
  • Einheitliche Anfrageunterlage für alle Anbieter verwenden
  • Nebenbedingungen ausdrücklich abfragen, nicht nur den Preis

Hebel 5: Verantwortlichkeiten klären

Wenn unklar ist, wer entscheiden darf, verstreichen Marktfenster ungenutzt. Eine vorab definierte Entscheidungsregel – etwa ein Grenzwert, ab dem gesichert wird – macht den Prozess unabhängig von Terminkalendern.

Autor

Marc-Louis Almendinger

Gründer & Geschäftsführung von Fokus Energy. Die Beiträge geben den Stand zum Veröffentlichungsdatum wieder und ersetzen keine Beratung im Einzelfall. Mehr zur Arbeitsweise

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